Ein lyophilisiertes Peptid löst du auf, bevor du damit arbeitest. Wie viel Wasser du dafür verwendest, entscheidest du selbst, aber diese Entscheidung bestimmt die Konzentration der Lösung. Und diese Konzentration brauchst du, um genau abzumessen. Zum Glück ist die Rechnung einfach.
Die Formel
Die Konzentration ist die Menge Peptid geteilt durch die Menge Flüssigkeit:
Konzentration (mg/ml) = Peptid im Vial (mg) ÷ zugegebenes Wasser (ml)
Ein Vial mit 10 mg, dem du 2 ml Wasser zugibst, ergibt also eine Lösung von 5 mg/ml. Da 1 mg 1.000 Mikrogramm (mcg) entspricht, sind das auch 5.000 mcg/ml oder 500 mcg pro 0,1 ml.
Rechentabelle
Die Konzentration in mg/ml für häufig verwendete Kombinationen:
| Peptid im Vial | 1 ml Wasser | 2 ml Wasser | 3 ml Wasser |
|---|---|---|---|
| 5 mg | 5 mg/ml | 2,5 mg/ml | 1,67 mg/ml |
| 10 mg | 10 mg/ml | 5 mg/ml | 3,33 mg/ml |
| 15 mg | 15 mg/ml | 7,5 mg/ml | 5 mg/ml |
| 20 mg | 20 mg/ml | 10 mg/ml | 6,67 mg/ml |
| 30 mg | 30 mg/ml | 15 mg/ml | 10 mg/ml |
Wie viel Wasser wählst du?
Es gibt keine feste Regel; es hängt davon ab, wie genau du abmessen musst. Zwei Faustregeln:
- Mehr Wasser ergibt eine niedrigere Konzentration. Jede abgemessene Menge Flüssigkeit enthält dann weniger Peptid. So lassen sich kleine Mengen leichter genau abmessen.
- Weniger Wasser ergibt eine höhere Konzentration. Praktisch, wenn du mit kleinen Volumina arbeiten willst, aber eine kleine Ableseabweichung fällt dann stärker ins Gewicht.
Wähle eine Menge, mit der es sich leicht rechnen lässt. Mit 1, 2 oder 5 ml bekommst du runde Zahlen; mit 3 ml bei einem Vial mit 10 mg kommst du auf 3,33 mg/ml, was sich schwerer abmessen lässt. Notiere immer auf dem Vial, wie viel Wasser du zugegeben hast und an welchem Datum.
Warum bakteriostatisches Wasser?
Bakteriostatisches Wasser ist steriles Wasser mit 0,9% Benzylalkohol. Der Benzylalkohol hemmt das Wachstum von Bakterien. Dadurch kannst du ein Vial mehrmals anstechen, ohne dass die Lösung schnell verunreinigt. Normales steriles Wasser hat diesen Schutz nicht und ist deshalb für den einmaligen Gebrauch gedacht.
Bei PepPure liegen deiner Bestellung zu jedem Peptid 3 ml bakteriostatisches Wasser gratis bei. Größere Fläschchen mit 10 oder 30 ml kannst du separat dazubestellen.
So löst du das Peptid auf
- Lass das Vial Raumtemperatur annehmen und desinfiziere den Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer.
- Zieh die gewählte Menge bakteriostatisches Wasser auf.
- Spritz das Wasser langsam an der Innenwand des Vials entlang, nicht direkt auf das Pulver.
- Schwenke das Vial vorsichtig, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Nicht schütteln: Das kann das Peptid beschädigen.
- Prüfe, ob die Lösung klar ist. Bei GHK-Cu und Blends damit ist eine blaue Farbe normal.
Die ausführlichen Schritte und den Hintergrund findest du in Rekonstitution: vom Lyophilisat zur Lösung.
Lagerung nach dem Auflösen
Ein gelöstes Peptid ist weniger stabil als das trockene Pulver. Bewahre die Lösung im Kühlschrank bei 2–8 °C lichtgeschützt auf und verwende sie innerhalb weniger Wochen. Friere ein gelöstes Vial nicht wiederholt ein und taue es nicht immer wieder auf. Mehr dazu in Lagerung und Stabilität lyophilisierter Peptide.
Rechenbeispiel: Blends
Bei einem Blend berechnest du zuerst die Gesamtkonzentration und danach den Anteil pro Peptid. Ein Vial Glow enthält 70 mg: 50 mg GHK-Cu, 10 mg BPC-157 und 10 mg TB-500. Mit 3,5 ml Wasser beträgt die Gesamtkonzentration 20 mg/ml. Davon entfallen 5/7 auf GHK-Cu (14,3 mg/ml) und je 1/7 auf BPC-157 und TB-500 (2,9 mg/ml).
Research Use Only. Dieser Artikel beschreibt Arbeitsschritte im Labor und Rechenwege. Er ist keine Anwendungs- oder Dosierungsempfehlung. Die Peptide von PepPure sind ausschließlich für die In-vitro-Forschung und den Laborgebrauch bestimmt.